„Vielfalt ist unser Qualitätsmerkmal“

11. Oktober 2014

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Dr. Katja Leikert besucht Eugen-Kaiser-Schule in Hanau

Die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU) hat kürzlich die Eugen-Kaiser-Schule in Hanau besucht. Im Gespräch mit der Schulleiterin Claudia Borowski und weiteren Mitgliedern der Schulleitung konnte Leikert einen sehr positiven Eindruck von dem Engagement und der Vielfalt an der Eugen-Kaiser-Schule gewinnen.

Die Eugen-Kaiser-Schule ist eine Berufs-, Berufsfach-, Höhere Berufsfach-, Fach- und Fachoberschule, die derzeit von rund 1800 Schülerinnen und Schüler besucht wird. Wie Leikert erfuhr, sei die duale Ausbildung das Herzstück der Einrichtung. Die Schülerzahlen steigen stetig an, weshalb die Räumlichkeiten an ihre Grenzen gestoßen sind. In Kürze soll deshalb die Außenstelle der Schule mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik und der Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern in Hanau-Klein-Auheim fertiggestellt werden. Ein modernes und innovatives sozialpädagogisches Ausbildungszentrum (SpAZ) wird hier entstehen. Kooperationen u.a. mit der Fachhochschule in Erfurt sind ein fester Bestandteil des Schulprofils.

Das in der Öffentlichkeit viel diskutierte Thema Inklusion ist an der Eugen-Kaiser-Schule bereits geübte und gelebte Praxis, etwa 100 Menschen mit Behinderungen sind in den Schulalltag voll eingebunden. Ein wichtiges Stück Eigenständigkeit bezieht die Hanauer Schule aus dem Programm Selbstständige Schule, das es erlaubt, über finanzielle Mittel zu verfügen und damit eigene Schwerpunkte festlegen und durch verschiedenen Projekte Vielfalt in den Schulalltag zu bringen. „Die gelebte Vielfalt ist unser Qualitätsmerkmal“, beschreibt Schulleiterin Claudia Borowski der Bundespolitikerin die Schulphilosophie.

Besonders beeindruckt war Katja Leikert bei ihrem Besuch von dem in Eigenständigkeit geführten Bistro, das von den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Systemgastronomie betrieben wird und täglich wechselnde und frisch zubereitete Gerichte für die Schulgemeinde anbietet. Dabei kommt auch dem schuleigenen Garten große Bedeutung zu. Auf dem Schulgelände werden verschiedene Obst- und Gemüsesorten angebaut und auch ein Sinnesgarten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnstiftes wurde eigenständig angelegt und ist mittlerweile gut frequentiert. Erlebnispädagogik spielt an der Eugen-Kaiser-Schule ebenfalls eine große Rolle. Auch der Honig aus der schuleigenen Schulimkerei wird von den Schülerinnen und Schülern hergestellt. Ein erst vor kurzem errichtetes Backhaus dient der Schule ebenfalls als Lehrstätte. Vom Geschmack von frisch gebackenen Brot und Kuchen konnte sich Dr. Leikert bei ihrem Besuch gleich selbst überzeugen. Ein Rundgang durch das Gebäude und einige Klasseräume vervollständigte den Schulbesuch der Bundespolitikerin.

Interessiert zeigte sich die Bundestagsabgeordnete von dem Bericht und den Überlegungen der Schulleitung, einen Gesundheitsbeauftragten an die Schulen zu holen. Gerade durch ihre Tätigkeit im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages sei sie für dieses Thema besonders sensibilisiert, so Leikert. Das in Finnland bereits funktionierende Modell, wäre eine Bereicherung für die Schulen und würde dabei das Lehrpersonal entlasten, gab sich Schulleiterin Borowski überzeugt.

„Hier wird eine tolle und sehr engagierte Arbeit geleistet, die in dieser Form nur mit viel Herzblut möglich ist. Von dem Einsatz der Lehrkräfte und der Schulleitung profitieren am Ende vor allem die Schülerinnen und Schüler“, so Katja Leikert zu ihrem Besuch.