Im Gespräch mit Asylbewerbern in Großkrotzenburg

katjaleikert —  8. Januar 2015
Großkrotzenburg

Dr. Katja Leikert bei ihrem Besuch in Großkrotzenburg.

Alle Kommunen stehen derzeit vor der Herausforderung, angemessen und zügig auf die steigende Anzahl von Asylbewerbern zu reagieren. Dr. Katja Leikert hat sich deshalb kurz vor dem Jahreswechsel in Großkrotzenburg vor Ort über die aktuelle Situation informiert. Im Gespräch mit Bürgermeister Friedhelm Engel, dem Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste und Ordnung, Thomas Müller, und dem Flüchtlingsbetreuer Giovanni Turco wurde über die Unterbringung, Betreuung, die angebotenen Sprachkurse und das vielfältige ehrenamtliche Engagement gesprochen.

„Nur das Engagement von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Zusammenarbeit mit einer flexiblen Verwaltung ermöglicht dieses menschliche Miteinander und die tolle Aufnahme und Unterstützung der Asylbewerber“, weiß Katja Leikert nach ihrem Besuch in Großkrotzenburg zu berichten. Für die Asylbewerber steht mit Giovanni Turco ein direkter Ansprechpartner zur Verfügung, der Tag und Nacht erreichbar ist und den Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite steht. „In Großkrotzenburg hat man sich gut aufgestellt. Die Arbeit mit den Asylbewerbern in Großkrotzenburg funktioniert vorbildlich“, so die Bundespolitikerin.

Die Einzelschicksale, von denen Katja Leikert bei ihrem Besuch erfuhr, haben sie tief bewegt. Berichtet wurde ihr von Misshandlungen, die die Flüchtlinge etwa in den Ländern Bulgarien und Ungarn erleiden mussten. „Es wurde mir von schwersten Verfehlungen erzählt. Misshandlungen in den Ankunftsländern waren hier kein Einzelfall. Neben den menschlichen Tragödien ist auch festzustellen, dass hier in Ländern, die der Europäischen Union angehören, schwere Verbrechen an den hilfesuchenden Menschen begangen werden. Das darf nicht sein! Hier muss dringend etwas geschehen“, fordert die Bundestagsabgeordnete.

„Zudem kommen diese Länder ihren eigentlichen Aufgaben, zu denen sie nach dem Dublin-III-Abkommen verpflichtet sind, in keiner Weise nach“, beurteilt Katja Leikert die Situation. Das Abkommen regelt seit 2013 unter anderem die Zuständigkeiten im Asylverfahren bei den jeweiligen Ländern. Wie Katja Leikert deshalb zusagt, wird sie von den Schilderungen und ihren Eindrücken ihren Kolleginnen und Kollegen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin berichten. „Gerade vor dem Hintergrund der Schicksale der Menschen ist eine unaufgeregte und geräuschlose Arbeit vor Ort in den Städten und Gemeinden umso wichtiger“, so die Bundespolitikerin abschließend.

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