Weltkrebstag am 4. Februar

4. Februar 2015

Dr. Katja Leikert mahnt gründliche Diagnose an – besonders bei Brustkrebs

Rund 500.000 Menschen in Deutschland trifft sie jedes Jahr – die Diagnose Krebs. Mit 70.000 Neuerkrankungen jährlich liegt der Brustkrebs bei den Frauen an erster Stelle. Für die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU) ein Grund, den Weltkrebstag am 4. Februar zum Anlass zu nehmen, um die Ausschöpfung der medizinischen Möglichkeiten in der Brustkrebsdiagnostik anzumahnen.

„Die Diagnose Brustkrebs ist ein Schock. Krebs wird nach wie vor mit Unheilbarkeit und Hoffnungslosigkeit in Verbindung gebracht. Betrachtet man aber die Statistiken, so zeigt sich, dass Dank medizinischen Fortschritts heute ein großer Teil der Patienten auf dauerhafte Heilung hoffen kann.“, so Katja Leikert, die für die CSU/CSU-Fraktion Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist.

Bei frühzeitiger Diagnose liegt die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate von Brustkrebspatientinnen aktuell bei 87 Prozent. Dies zeigt die hohe Bedeutung regelmäßiger Früherkennungsuntersuchungen. Frauen ab 30 steht jährlich eine Tastuntersuchung beim Arzt zu, Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben im Rahmen des Mammografie-Screenings alle zwei Jahre Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung der Brust.

Ist ein Tumor diagnostiziert worden, besteht die Behandlung meist aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Durch die Anwendung von Prognosetests nach der Tumor-Diagnose könnte allerdings in vielen Fällen auf eine Chemotherapie verzichtet werden. So kann durch der Anwendung von sogenannten Gen-Expressionstests die Aggressivität des Tumors festgestellt werden und damit Rückschlüsse auf die Gefahr einer Neuerkrankung gezogen werden. Nach Einschätzung von Fachleuten könnte in Deutschland pro Jahr rund 15.000 Frauen eine Chemotherapie erspart bleiben, würden die Tests generell angewendet werden. „Gerade die Chemotherapie ist eine besonders belastende Phase für die Patientinnen. Wenn mittels eines Tests einem Teil der Frauen diese Prozedur erspart bleiben kann, sollte er auch angewendet werden. Ich spreche mich klar dafür aus, so genannte Prognosetests in den Leistungskatalog der GKV aufzunehmen.“, erklärt Katja Leikert.