Dr. Katja Leikert spricht am 3. Juli im Deutschen Bundestag zum eHealth-Gesetz

2. Juli 2015
Dr  Katja Leikert - Gröhe

Dr. Katja Leikert und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

„Patienten sollen Recht auf Zugang zu ihren digital-strukturierten Gesundheitsdaten erhalten – elektronische Patientenakte als Alternative zum derzeitigen Datenwust. Datensicherheit ist ein sehr wichtiges Kriterium.“

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert wird am Freitag, 3. Juli 2015, im Plenum des Bundestages ihre Vorstellungen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen erläutern. „Der Einsatz digitaler Technik im Gesundheitswesen birgt ein großes Potenzial für eine verbesserte medizinische Versorgung. Dieser Mehrwert muss aber auch beim Patienten ankommen. Ich setze mich deshalb für das Recht des Patienten auf eine elektronische Patientenakte ein“, so Leikert, die als Mitglied im Gesundheitsausschuss und Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion das Thema Digitalisierung des Gesundheitswesens in der 18. Wahlperiode begleitet.

Eine für Patient und Arzt einsehbare elektronische Patientenakte würde viele Vorteile bringen: In ihr fänden sich Arztbriefe, Befunde, Übersicht zur Medikation und weitere relevante Unterlagen über einen längeren Zeitraum geordnet. „Heute gehen beim Arztwechsel häufig Informationen verloren, die für die weitere Behandlung relevant sind. Die daraus entstehenden Fehler und Missverständnisse könnten eingedämmt werden, wenn man per Mausklick die relevanten Daten des Patienten zur Verfügung hat. Natürlich wäre eine solche Akte für den Patienten freiwillig“, erklärt Leikert.

Die Sicherheit der Daten ist bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen ein besonders hohes Gut. Deshalb setzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sehr hohe Standards für den Aufbau der Telematik-Infrastruktur (TI), der sicheren Internet-Verbindung für Gesundheitsdaten. „Für mich ist die Sicherheit der Daten sehr wichtig. Das eHealth-Gesetz wird hier deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Status-Quo bringen. Das bitte ich die Kritiker fairerweise zu beachten“, so Leikert und verweist darauf, dass bislang gesundheitsrelevante Daten häufig noch per privatem Email-Account versendet werden, die bei weiten nicht das Sicherheitsniveau der TI erfüllen.