Leikert und Kasseckert besuchen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge

15. Dezember 2015

Dr. Katja Leikert (2.v.r.) und Heiko Kasseckert (4.v.l.) mit einigen der Verantwortlichen der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hanau

„Zusammenarbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen ist professionell und vorbildlich“

Einen gemeinsamen Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hanau haben die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert und ihr Kollege aus dem Hessischen Landtag, Heiko Kasseckert unternommen. Begleitet wurden die Politiker von den Vertretern der Hanauer CDU, Dieter Hog und Jürgen Scheuermann. Von Seiten der Stadt Hanau nahm Fachbereichsleiter Martin Bieberle an dem Termin teil.

Die Erstaufnahmeeinrichtung Hanau in der Sportsfield Housing Area wird von Seiten des Regierungspräsidiums Darmstadt im Auftrag des Landes Hessen als Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Gießen betrieben. Die Betreuung der Erstaufnahmeeinrichtung haben die Johanniter übernommen. Von der zuständigen Projektstelle des Regierungspräsidiums erläuterte Frau Haas den Besuchern die aktuelle Lage. Aktuell seien 580 Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht, Kapazitäten hat die Einrichtung für rund 1000 Personen. Größte Schwierigkeiten bereiten im Moment die Beschaffung von Etagenbetten und Matratzen. Durch bauliche Ertüchtigungsmaßnahmen auf dem Gelände kann die Kapazität um weitere 700 Plätze aufgestockt werden. Diese stehen in 9 Wohnblöcken mit je 18 Wohneinheiten zur Verfügung.

Wie die Besuchergruppe um Leikert und Kasseckert erfuhr, seien aktuell rund 28.000 registrierte Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen untergebracht. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt derzeit zehn Wochen, danach werden die Personen mit Bleibeperspektive den Kommunen zur Unterbringung zugewiesen. So betreibt die Stadt Hanau auf einem anderen Teilstück des Geländes ihre städtische Asylbewerberunterkunft.

Rund 50 hauptamtliche und 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind in der Erstaufnahmeeinrichtung tätig. Auf dem Gelände befinden sich eine Sanitätsstation, die Essensausgabe, eine Kleiderkammer, ein Kindergarten und ein entsprechender Aufenthaltsbereich für Jugendliche sowie ein Friseur. Drei Deutschkurse können derzeit angeboten werden. Im Gespräch wurden die weiteren Pläne für die Erstaufnahmeeinrichtung vorgestellt. Die auf dem Gelände befindliche ehemalige Grundschule soll für die Nutzung hergerichtet werden, um Raum für weitere Deutsch- und Computerkurse sowie für die Einrichtung einer Bibliothek zu schaffen. Es ist jedoch noch die Umsetzung von brandschutzrechtlichen Bestimmungen abzuwarten.

Unaufgeregtes, sachorientiertes Handeln steht hier eindeutig im Vordergrund. Professionell und gut strukturiert werde die Unterbringung in Hanau organisiert. Die funktionierende Arbeit vor Ort widerlegt die leider oft öffentlich geführten Diskussionen und insbesondere die Vorwürfe des Landrates, Landes- und Bundesbehörden seien zusammengebrochen, so Leikert und Kasseckert. Diese Vorwürfe sind absurd. Ganz im Gegenteil, der Einsatz und das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte sei vorbildlich und überaus bemerkenswert. Hervorzuheben sei außerdem die gut funktionierende und inzwischen sehr gut eingespielte Zusammenarbeit und die enge Abstimmung aller Beteiligten Behörden und Verantwortlichen auf den verschiedenen Ebenen. Wie die Besuchergruppe weiter erfuhr, sei zudem die Spendenbereitschaft ausgesprochen groß. Leikert und Kasseckert dankten abschließend für die wichtigen Einblicke und sagten ihre weitere Unterstützung zu.