„Entlarvende Aussagen der AfD“ – Christdemokraten zeigen sich entsetzt über jüngste Äußerungen

katjaleikert —  4. Februar 2016

Die CDU-Main-Kinzig mit ihrer Spitzenkandidaten, der Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert, verurteilt die jüngsten Äußerungen von führenden AfD-Vertretern. Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte Forderungen nach einer Grenzsicherung gegen den Flüchtlingsstrom ausgestellt und zur Durchsetzung der Maßnahme den Waffeneinsatz als letzte Möglichkeit genannt: „Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt“, wurde die AfD-Vertreterin zitiert. 
Zu den Äußerungen aus der AfD erklärt die CDU-Main-Kinzig in ihrer Mitteilung: „Wir sind entsetzt, solche Äußerungen in der politischen Diskussion in Deutschland zu hören. Für derartige Ausfälle ist bei uns kein Platz“, erklärt CDU-Kreisvorsitzender Johannes Heger. „Es ist eine historische Leistung, dass wir die Zeiten, in denen in Deutschland ein Schießbefehl ausgegeben war, überwunden haben. Das lassen wir uns nicht von den Feinden der Demokratie nicht kaputt machen“, stellt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, der Landtagsabgeordnete Michael Reul unmissverständlich klar.
Eine bekannte deutsche Wochenzeitung hat in einer ihrer letzten Ausgaben die Diskussion aufgeworfen, ob man in der Zukunft in der politischen Arbeit auch mit der AfD reden müsse. Allein eine Diskussion über diese Frage habe sich spätestens nach den jüngsten Äußerungen führender Vertreter endgültig erledigt. „Die jüngsten Äußerungen haben die AfD endgültig entlarvt. Die Vorstellung, dass ein deutscher Polizist auf einen Flüchtling schießt, ist fürchterlich. Hier zeigt sich ein perverses Verständnis von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“, erklärt Dr. Katja Leikert für die Christdemokraten. „Wir wollen für Humanität und eine moderne Politik im Zeitalter der Globalisierung kämpfen, statt für höchstgefährlichen Nationalismus“, heißt es von den CDU-Politikern. Andere Wege zum derzeitigen Kurs der Bundeskanzlerin und der Regierungskoalition seien brutal und menschenverachtend und würden alles Vertrauen zerstören, was in den Zeiten nach 1945 in Europa mühsam aufgebaut wurde.