Leikert referiert über neues E-Health-Gesetz

23. März 2016

leikert-referiert-ueber-neues-e-health-gesetz-127395-EJBJunge Union Main-Kinzig befasst sich mit Gesundheitspolitik der Bundesregierung

Die Junge Union (JU) Main-Kinzig lud kürzlich zu einem gesundheitspolitischen Informationsgespräch in den Hühnerhof in Gründau ein. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert referierte bei gut gefülltem Saal über das Thema „E-Health: Digitaler Aufbruch – das Gesundheitssystem auf neuen Wegen“.

Als herausragende Aufgabe bezeichnete die Bundestagsabgeordnete die Sicherung der Ärzteversorgung im ländlichen Raum. Als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag halte sie die medizinische Versorgung und die Verbesserung der Situation für alle Patienten für eines der wichtigsten Anliegen in der Zukunft. Hierfür müssten gerade in ländlichen Regionen, beispielsweise im östlichen Main-Kinzig-Kreis, Kooperationsmodelle gefunden sowie die Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen gestärkt werden. Leikert hob in diesem Zusammenhang die große Bedeutung der Digitalisierung im Gesundheitswesen hervor.

„Das Durchschnittsalter der Hausärzte im Kreis hat mittlerweile 54 Jahre erreicht. Es müssen innovative Lösungswege eingeschlagen werden, um die Versorgung der Patienten weiterhin zu gewährleisten bzw. zu verbessern. Die Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, müssen wir ergreifen. Der Ausbau der Telemedizin ist ein zukunftsweisendes Thema, für das wir uns als junge Generation einsetzen möchten“, meint die stellvertretende Kreisvorsitzende Pauline Gutmann, die im JU-Landesvorstand zudem den Arbeitskreis Gesundheit und Verbraucherschutz leitet.

Der Vortrag von Dr. Leikert stellte deutlich heraus, dass das „E-Health-Gesetz“ ein großes Potenzial zur Verbesserung der medizinischen Versorgung biete. In unserer Gesellschaft seien mittlerweile nahezu alle Bereiche digitalisiert. Leidglich im Gesundheitswesen sei diese Entwicklung bislang weitestgehend ausgeblieben. Mit dem „E-Health-Gesetz“ solle nun auch im Gesundheitswesen eine digitale Infrastruktur geschaffen werden. „Es gibt bereits Projekte, bei denen durch Telemedizin mit hochspezialisierten Ärzten eine enorme Verbesserung der Gesundheit der Patienten beispielsweise nach einem Schlaganfall erreicht werden konnten. Das wollen wir nun flächendeckend“, erläutert Dr. Leikert.

Neben dem Management der Notfalldaten und dem landesweiten Krebsregister beschäftige die anwesenden Zuhörer vor allen Dingen das Thema mobile Health. „Das „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ (E-Health) wird in der Zukunft viele positive Aspekte mit sich bringen, ob es die ePatientenakte ist oder ein laufend aktualisierter Medikationsplan. Die Transparenz des Gesundheitssystems wird erhöht und mögliche Fehler wie Mehrfach-Medikation können zugunsten der Patienten vermieden werden“, so Pauline Gutmann abschließend.