Mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen mehr Nutzen für den Patienten schaffen

9. Mai 2016

2016-05-09 Dr. Katja Leikert - Moderation Fraktionskongress eHealth IeHealth: Leikert moderiert Podiumsdiskussion der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hielt kürzlich im Deutschen Bundestag einen Kongress zum Thema „eHealth – Die Digitalisierung des Gesundheitswesens“ ab. Neben dem Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe, waren weitere Referenten im CDU/CSU-Fraktionssaal im Reichstag versammelt, um über die zunehmende digitale Vernetzung, die Zukunft der Gesundheitsversorgung, Big Data und den Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten zu diskutieren. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert moderierte dabei die Podiumsdiskussion mit allen Referenten. Leikert ist Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und außerdem die zuständige Berichterstatterin für das wichtige Zukunftsthema eHealth der Bundestagsfraktion.

Zu den Teilnehmern gehörten die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Andrea Voßhoff, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion Maria Michalk, die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Gitta Connemann, der Vorsitzende der Unionsfraktion Volker Kauder, der Dekan der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, der Stellvertretende Direktor des Peter L. Reichertz Instituts für Medizinische Informatik der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover Dr. Urs-Vito Albrecht und der Geschäftsführer der HCB Healthcubator GmbH Dr. Peter Langkafel.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Patient. Denn er, so unterstreicht Leikert, profitiert von den Möglichkeiten, welche die Digitalisierung mit sich bringt. Gleichzeitig entstehen neue Risiken, so zum Beispiel mit Blick auf die unzähligen Gesundheits-Apps und die sogenannten Wearables, wie die tragbaren Datenverarbeitungsgeräte wie Fitnessarmbänder oder ähnliche Produkte genannt werden. Hier wurde im Rahmen des Kongresses deutlich, dass mehr Transparenz und Orientierung für die Nutzer dieser Anwendungen geschaffen werden müssen, denn oft entsprächen die Apps nicht den datenschutzrechtlichen Anforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt auch die vom Gesundheitsministerium geförderte und kürzlich vorgestellte Studie „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps – CHARISMHA“.

Zu den weiteren Themen des Fraktionskongresses zählten unter anderem die ständig wachsenden Datenmengen, die auch im Gesundheitsbereich anfallen. Damit, so Leikert, eröffnen sich bei sachgerechtem und verantwortungsvollem Umgang viele Möglichkeiten für die medizinische Forschung. Gleichzeitig sei es umso wichtiger, dafür Sorge zu tragen, dass die Daten des einzelnen Patienten geschützt sind. „Zukünftig wird auch die Telemedizin eine größere Rolle spielen“, betont Leikert. Schon jetzt gibt es Regionen in Deutschland, in denen Herzinsuffizienzpatienten von einem engmaschigen Monitoring erheblich profitieren. Dafür setzt sich Leikert auch im Main Kinzig Kreis ein.

Leikert fasst zusammen: „Das große Interesse an diesem Kongress und die hochinteressanten Beiträge der Referenten haben einmal mehr bewiesen, wie wichtig es ist, die entsprechenden Rahmenbedingungen in Bezug auf die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens zu setzen und dabei sowohl die Chancen als auch die Risiken in die Betrachtung einzubeziehen. Ich freue mich, dass ich als Berichterstatterin ein so spannendes Thema politisch begleiten darf und dazu beitragen darf, dem Patienten Stück für Stück die Hoheit über seine Gesundheitsdaten zu geben!“

Mehr Informationen sowie einen Mitschnitt des gesamten Kongresses sind hier zu finden:

https://www.cducsu.de/themen/familie-frauen-arbeit-gesundheit-und-soziales/kongress-ehealth-die-digitale-kommunikation-im-gesundheitswesen