Bundestagsabgeordnete besucht Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Hanau

10. März 2017

V.l.n.r.: Katja Eisert, Dietrich Brüggemann, Dr. Katja Leikert, Dr. Wolfram Spannaus und Max Schad (Büroleiter Dr. Katja Leikert MdB).

 

Dr. Katja Leikert: „Wertvolle gesellschaftliche Aufgabe“

Die Bundestagsabgeordnete für Hanau und Region, Dr. Katja Leikert (CDU), hat die Hanauer Einrichtung des Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e.V. besucht. Im Gespräch mit dem geschäftsführenden Vorstand, Dr. Wolfram Spannaus, der Einrichtungsleiterin Katja Eisert, dem Ehrenvorsitzenden Dietrich Brüggemann sowie dem Ansprechpartner für die Mitgliederbetreuung, Matthias Stephan, konnte sich Leikert über die Ausrichtung und das Angebot der Einrichtung informieren.

Der Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e.V. ist ein überkonfessioneller freier Träger der Jugendhilfe. Der 1966 gegründete gemeinnützige Verein sieht es als seine Aufgabe an, Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in schwierigen Lebenssituationen mit differenzierten, familienorientierten Angeboten zu fördern und zu unterstützen. An zwei Standorten in Hanau und Wetzlar ist das ASK mit rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern präsent. Am Pedro-Jung-Park in Hanau ist auch die Verwaltung des Vereins für die beiden Standorte untergebracht.

Das ASK verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, wird von dort auch direkt mit fallbezogenen Maßnahmen beauftragt. Besonders die Inobhutnahme von Kindern ist ein wesentlicher Teil der Arbeit. Als starker freier Träger der Jugendhilfe, der auch stationäre Angebote vorhält, wirkt das ASK stark nach Hanau und die Region hinein und kann vielfach auf seine jahrelange erfolgreiche Arbeit verweisen.

Zu den Angeboten der Einrichtung am Standort Hanau zählen sowohl ambulante wie auch stationäre Betreuungsangebote. Inzwischen gehe man in der Kinder- und Jugendhilfe neue Wege und lege verstärkt den Schwerpunkt auf eine ambulante und individuelle Förderung. Gute Erfahrungen habe man mit der sogenannten Multi-Familien-Therapie (MFT) gemacht, ein aus England und den skandinavischen Ländern entlehntes und angepasstes Modell, das in der simultanen Arbeit mit mehreren Familien eine gegenseitige Unterstützung in den Mittelpunkt stellt.

Mit seinen Hilfsangeboten will das ASK das Ziel erreichen, Kindern und Familien Wege aus schwierigen Lebenssituationen zu weisen und dabei vor allem Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Aktuell werden rund 300 Kinder und Familien durch die Mitarbeiter des ASK ambulant betreut. In den Familien- und Wohngruppen, aber auch Tagesgruppen werden Kinder aufgenommen und betreut. Auch bei der intensiven Arbeit mit missbrauchten Kindern nimmt das ASK mit seinen speziell darauf ausgerichteten Betreuungsangeboten eine wichtige Funktion wahr.

Katja Leikert zeigte sich nach ihrem Besuch von den neuen Eindrücken und der umfangreichen Arbeit beeindruckt. Sie würdigte das Albert-Schweitzer Kinderdorf als starken freien Träger in der Region, der mit seinen Tätigkeiten wichtige Hilfs- und Unterstützungsangebote leistet und eine wertvolle gesellschaftliche Aufgabe wahrnimmt. „Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in schwierigen Lebenssituationen mit differenzierten, familienorientierten Angeboten zu fördern und zu unterstützen, ist eine ganz wichtige Aufgabe, die weiter an Bedeutung gewinnen wird. Darum bin ich froh, dass es in Hanau eine so starke Einrichtung wie das Albert-Schweitzer-Kinderdorf gibt“, so Leikert. Abschließend bot die Bundestagsabgeordnete an, bei Bedarf in Berlin den Kontakt zu entsprechenden Fachleuten herzustellen und sich für die Bedürfnisse der Einrichtung einzusetzen.

Weitere Informationen unter www.ask-hessen.de