Ein wichtiges Angebot und ein Stück Normalität

katjaleikert —  13. Juni 2017

V.l.n.r.: Franz Ott, Joachim Stamm, Dr. Katja Leikert, Claudia Steinkrüger und Dr. Jörg Lüders-Heckmann.

 

Dr. Katja Leikert besucht Paula-Fürst-Schule in Hanau

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU) hat die Paula-Fürst-Schule in Hanau besucht. Dort werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die über einen längeren Zeitraum aufgrund einer medizinisch-therapeutischen Behandlung in der Vitos-Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Hanau ihre Stammschule nicht besuchen können. Bei Schulleiterin Claudia Steinkrüger und dem leitenden Arzt der Vitos Tagesklinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie, Jörg Lüders-Heckmann, hat sich die Wahlkreisabgeordnete für Hanau und Region über die Einrichtung informiert. Begleitet wurde Leikert dabei vom Hanauer CDU-Vorsitzenden Joachim Stamm und dem ehrenamtlichen Stadtrat Franz Ott.

Die Paula-Fürst-Schule ist eine Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes. Das Unterrichtsangebot der Paula-Fürst-Schule wird individuell auf den jeweiligen Behandlungsplan der Patientinnen und Patienten abgestimmt, um einen Tagesrhythmus zu gewährleisten und nach der Behandlung auf eine Rückkehr zur Stammschule vorzubereiten. Für Patienten mit psychischen Erkrankungen ist eine feste Struktur besonders wichtig, die Paula-Fürst-Schule erfüllt somit mehr als den reinen schulischen Auftrag, denn häufig sind diese Schulbesuche zugleich die ersten Schritte zurück in die Normalität.

Wie Leikert erfuhr, beträgt die Dauer eines durchschnittlichen Schulbesuchs bei der Paula-Fürst-Schule sechs Wochen, nur in Ausnahmefällen ist die Aufenthaltsdauer länger. Im Jahr wird die Paula-Fürst Schule von rund 110 Schülerinnen und Schülern besucht, jedoch nie mehr als 20 zur gleichen Zeit. Die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler erfolgt in der Regel durch einen behandelnden Arzt oder durch Hinweise der bisherigen Schulen. Es werden alle Schulformen nach den jeweiligen Bildungs- und Rahmenplänen unterrichtet. Besondere Bedeutung genießen deshalb die regelmäßigen Schulnetzwerkgespräche zwischen Vertretern der Paula-Fürst-Schule mit den Stammschulen der Schülerinnen und Schüler, um sich über die schulische Entwicklung auszutauschen. Ziel bleibt die Rückkehr an die jeweilige Stammschule nach Abschluss der Behandlung in der Vitos Tagesklinik.

Wie der leitende Arzt der Vitos Tagesklinik, Lüders Heckmann berichtet, sei der Bedarf für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Rhein-Main-Gebiet sehr groß. Ein großer Entwicklungsschritt steht der Vitos-Tagesklinik und der Paula-Fürst-Schule in den nächsten Jahren noch bevor: der Umzug in einen geplanten Neubau in Hanau Lamboy. Mit dem Umzug wird sich die räumliche Situation beider Einrichtungen noch einmal verbessern und den gestiegenen Anforderungen angepasst. „Die Paula-Fürst-Schule vermittelt in einer schwierigen Phase ein Stück Normalität. Das ist für die Schülerinnen und Schüler während ihrer Behandlungszeit in der Vitos Tagesklinik ein wertvolles Hilfsangebot“, fasst Leikert die Eindrücke ihres Besuchs zusammen.