Bericht aus Berlin vom 28. Juni 2017

28. Juni 2017

In der vergangenen Woche hatte ich Gelegenheit in Berlin auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit über den aktuellen Sachstand und die Zukunft der digitalen Vernetzung im Gesundheitswesen zu sprechen. Als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für dieses Thema verfolge ich das Ziel, dass der Nutzen der Digitalisierung in der Versorgungsrealität der Patienten ankommt. In dieser Legislaturperiode haben wir im Hinblick auf digitale Vernetzung im deutschen Gesundheitswesen viel erreicht und den Stillstand rund um die elektronische Gesundheitskarte endlich beendet. Fristen und Sanktionen sorgen dafür, dass nun alle Beteiligten zügig an der Umsetzung des eHealth-Gesetzes arbeiten. Mithilfe des klaren Fahrplans, den das eHealth-Gesetz vorgibt, tragen wir konkret dazu bei, die Versorgung der Patienten zu verbessern. So sollen beispielsweise bereits ab 2018 die Notfalldaten der Versicherten auf der elektronischen Gesundheitskarte hinterlegt werden, sodass Rettungskräfte in Ernstfall darauf zugreifen können. Bei einem Gespräch mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Hanau ist die Bedeutung für die Aufnahme der Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte noch einmal besonders hervorgetreten. In einer Notsituation kann diese Neuerung lebensrettend sein. Arzneimittelallergien oder chronische Erkrankungen können dann von den Rettungskräften direkt erfasst und bei der Behandlung berücksichtigt werden. Bis Anfang 2019 sollen außerdem die Voraussetzungen für den elektronischen Medikationsplan und die elektronische Patientenakte geschaffen werden. Mit Hilfe der elektronischen Patientenakte wollen wir Informationen dort in strukturierter Form zur Verfügung zu stellen, wo sie gebraucht werden. Zudem wollen wir dem Patienten die Hoheit über seine Daten zurückgeben – indem er jederzeit Zugriff auf seine Diagnosen und Therapien hat, kann er in Zukunft besser in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Die Stärkung des selbstbestimmten Patienten hat für uns höchste Priorität. Mit dem bisher Erreichten, sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Trotz aller Fortschritte gilt es auch weiterhin, die Dynamik der Digitalisierung in die Versorgung der Patienten zu übertragen. Die CDU fordert daher für die neue Legislaturperiode eine klare Strategie zur Ausweitung der digitalen Vernetzung im Gesundheitswesen.