Gespräch mit der heimischen Landwirtschaft

katjaleikert —  24. Juli 2017

Dr. Katja Leikert (1.v.r.) und Pächter Georg Scheuerle (1.v.l.) mit Mitgliedern der Familie Scheuerle und Mitarbeitern sowie weiteren Teilnehmern des Besuchs.

 

Dr. Katja Leikert (CDU) besucht Baiersröder Hof in Hammersbach

Der Baiersröder Hof in Hammersbach bietet gerade jetzt im Sommer einen malerischen Anblick. Der historische Hof ist Hessische Staatsdomäne und seine Wurzeln reichen rund 850 Jahre in die Vergangenheit. Bei einem Besuch vor Ort konnte sich die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU) mit der Pächterfamilie Scheuerle über die Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft austauschen.

Als Pächter ist Georg Scheuerle auch für Sanierung, Pflege und Erhaltung des historischen Gebäudeensembles verantwortlich, dies stelle eine wichtige Aufgabe für den Betrieb dar. Haupterträge des landwirtschaftlichen Hofs bilden die Herstellung von zertifiziertem Saatgut und die Schweinemast mit eigenem Getreide. Eine geordnete Bodengesundheit, betonte Fruchtfolgen mit Getreide, Zuckerrüben und Zwischenfrüchten sowie der angepasste Umgang mit Nutztieren, spielen auf dem Baiersröderhof eine zentrale Rolle. Katja Leikert tauschte sich mit Georg Scheuerle unter anderem über die Auflagen an die Landwirtschaft aus.

Im Gespräch gab Scheuerle auch zu bedenken, dass die Landwirtschaft maßgeblich für die heimische Kulturlandschaft verantwortlich ist, dabei aber immer wieder in einem schwierigen Konfliktfeld zwischen den Ansprüchen an die Umwelt als Freizeit- und Erholungsraum steht. Scheuerle wünscht sich deshalb gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für die Bedürfnisse der heimischen Landwirtschaft.

Ein sich immer weiter verschärfendes Problem für die Landwirtschaft stelle zudem der hohe Flächenverbrauch im Rhein-Main-Gebiet dar, insbesondere durch die Bautätigkeit und die Ausweisung von Neubaugebieten. Dadurch würden Ausgleichsflächen benötigt, die dann wiederum für eine landwirtschaftliche Nutzung entfielen. Auch würde durch den Flächenverbrauch der Druck auf die bereits landwirtschaftlich genutzten Räume als Freizeit- und Erholungsflächen stärker zunehmen.

„Das Thema landwirtschaftliche Produktion halte ich für eine zentrale politische Gestaltungsaufgabe zur Stärkung der kleinen und mittleren Betriebe. Ich sehe zudem alle Verbraucher in der Pflicht, sich bewusst zu machen, was vor allem der hohe Fleischkonsum zu niedrigen Preisen für unsere Landwirte bedeutet“, gibt Katja Leikert zu bedenken. Es sei ein Umdenken erforderlich, um die heimische Landwirtschaft, die Tiere und Umwelt zu schützen und die Kulturlandschaft zu erhalten. Dr. Katja Leikert dankte Georg Scheuerle für die freundliche Einladung und den offenen Austausch.