Dr. Katja Leikert besucht KfH-Nierenzentrum in Langenselbold

12. September 2017

Steffi Gerk, stellvertretende Vorsitzende der CDU Langenselbold, Dr. Katja Leikert, Dr. med. Wolfgang Ernst, Prof. Dr. med. Dieter Bach und Dr. med. Anne-Dorothea Wirth

 

Zu einem Besuch hatte sich kürzlich Dr. Katja Leikert im KfH-Nierenzentrum in Langenselbold angekündigt. Dort ist man auf nierenkranke Patientinnen und Patienten spezialisiert, die ambulant behandelt werden. Das Nierenzentrum in Langenselbold wird vom gemeinnützigen Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. (KfH) getragen. Leikert, die dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehört, konnte sich im Gespräch mit dem KfH-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. med. Dieter Bach sowie der ärztlichen Leitung des Langenselbolder Zentrums, Dr. med. Wolfgang Ernst und Dr. med. Anne-Dorothea Wirth, über die KfH-Nierenzentren und die anstehenden Herausforderungen der medizinischen Versorgung informieren.

Das gemeinnützige KfH wurde im Jahr 1969 gegründet. Heute steht das KfH laut eigener Aussage als Wegbereiter einer flächendeckenden Dialyseversorgung für eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung nierenkranker Patienten in über 200 Nierenzentren und 21 Medizinischen Versorgungszentren. Rund 6.700 Mitarbeiter – Ärzte, Pflegekräfte sowie administrative Mitarbeiter in den KfH-Zentren und in den Bereichen Medizintechnik, Logistik und Verwaltung – sind für mehr als 18.900 Dialysepatienten sowie rund 62.000 Sprechstundenpatienten tätig.

Die Betreuung der Patientinnen und Patienten im Nierenzentrum Langenselbold reicht über Dialyse und die nephrologischen Sprechstunden hinaus und bietet auch Ernährungsberatung, Sport- und Bewegungstherapie, Wundbehandlung sowie Sozialberatung an, um eine umfassende Versorgung und Betreuung zu gewährleisten. „Wir sind stolz auf die Entwicklung des Standorts Langenselbold und unser wachsendes Angebot für unsere Patientinnen und Patienten“, erklärt Dieter Bach.

Handlungs- und Verbesserungsbedarf sieht der KfH-Vorsitzende insbesondere beim derzeitigen Organtransplantationssystem. Für viele Dialysepatienten wäre das Warten auf ein Spendenorgan enorm belastend. Das vom Deutschen Bundestag beschlossene Transplantationsregistergesetz sei ein wichtiger erster Schritt, jedoch müssten zur Verbesserung der Gesamtsituation weitere Maßnahmen unternommen werden. So müssten vor allem die Kliniken verstärkt ihren Beitrag leisten, um die Zahlen für Organspenden zu erhöhen.

Als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages und Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Thema Organspende liegt Dr. Katja Leikert die optimale medizinische Versorgung besonders am Herzen. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass der regionalen wohnortnahen medizinischen Versorgung eine wichtige Rolle zukommt, die in der Zukunft aufgrund des demographischen Wandels weiter steigen wird. Leikert sagte zu, den regelmäßigen Austausch fortzusetzen und die Gesprächsinhalte in ihre politische Arbeit einfließen zu lassen.