CDU Hanau und Dr. Katja Leikert diskutieren mit Kultusminister Lorz

22. September 2017

 

Wichtige Impulse für eine bessere Ganztagsbetreuung in Hanau hat eine Diskussionsveranstaltung mit dem Hessischen Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz erbracht. Dieser Ansicht sind die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU) und Vertreter der Hanauer CDU, die vergangene Woche zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Goldschmiedehaus in Hanau eingeladen hatten. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Umsetzung des „Pakts für den Nachmittag“, den Alexander Lorz in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte. Teilnehmer und Mitdiskutanten waren der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert sowie der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung, Helge Messner.

Der „Pakt für den Nachmittag“ ist eine Initiative des Landes Hessen. Durch eine Kooperation des Landes mit dem jeweiligen Schulträger soll eine durchgängige Betreuung von 7.30 Uhr bis 17 Uhr an den Grundschulen ermöglicht werden. Das Land übernimmt dabei die Kosten für die Betreuungszeit zwischen 07:30 Uhr und 14:30 Uhr, der kommunale Schulträger für den Zeitraum von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr.

Wie Lorz betonte, seien bereits ¾ der größeren Schulträger am Pakt für den Nachmittag beteiligt. Insgesamt nehmen 167 Schulen landesweit das Programm wahr. Der Landkreis Gießen gilt dabei als einer der Vorreiter bei der Umsetzung des Pakts für den Nachmittag. Auch die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Kassel hätten das Projekt des Landes über die Parteigrenzen hinweg umgesetzt. Dort habe man erkannt, welche Ressourcen mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Landes aus dem Pakt gehoben werden können, um vor Ort eine gutes Angebot zu entwickeln. Alexander Lorz betonte, dass es bisher nur positive Rückmeldungen bei den Partnern für die Initiative des Landes gegeben habe.

Der Kultusminister warb im Rahmen der Veranstaltung im Goldschmiedehaus auch für eine Umsetzung in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis. Bestehende Angebote der Nachmittagsbetreuung könnten dabei aufgenommen und in das Programm integriert werden. Antrieb für den Ausbau einer gesicherten Ganztagsbetreuung sei der Wunsch vieler Eltern, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können.

Bei der Podiumsdiskussion hob der schulpolitische Sprecher der Hanauer CDU-Fraktion, Helge Messner, hervor, dass in Hanau schon aufgrund des steigenden Zuzugs ein Bedarf nach Nachmittagsbetreuung besteht. Dr. Katja Leikert bestätigte diese Einschätzung in Bezug auf den Main-Kinzig-Kreis und forderte Planungssicherheit für Familie bei der Kinderbetreuung. Dafür müssten Betreuungszeiten garantiert und die Betreuungslücke zwischen Kindertagesstätte und Schule vermieden werden. Sie sei froh darüber, dass im CDU-Wahlprogramm eine Garantie für die Nachmittagsbetreuung gefordert und damit die Selbstverständlichkeit einer Betreuungsinfrastruktur deutlich gemacht wird. „Eine verlässliche Ganztagsbetreuung ist für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein ganz wichtiger Baustein. Eltern brauchen eine flexible, an den realen Bedürfnissen ihrer Erwerbs- und Lebenssituation orientierte Infrastruktur. Ich werde mich für einen gesetzlichen Anspruch auf Ganztagesbetreuung stark machen“, macht Leikert deutlich.