Bericht aus Berlin vom 15. November 2017

katjaleikert —  21. November 2017 — Hinterlasse einen Kommentar

„Wie machen Sie das eigentlich – Bundestagsabgeordnete sein und dann noch zwei Kinder…“ Ich weiß nicht, wie oft mir diese Frage gestellt wurde. Es ist genau diese Frage, die mich zur praktischen Politik gebracht hat. Und auch heute noch ist Kinderbetreuung leider immer noch ein Thema. Es hängt so viel daran – eine liebevolle Betreuung für die Kleinen, die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit und später einmal die Rentenansprüche von Müttern. Es war Ursula von der Leyen, die den Rechtsanspruch auf einen U3-Platz eingeführt hat. Eine wichtige Entscheidung, die schon damals über die Zuständigkeit des Bundes hinausging. Und wir müssen jetzt den letzten Schritt gehen. Denn wer Familie und Beruf unter einen Hut bekommen will, für den stellt sich spätestens mit dem Eintritt in die Grundschule oftmals die Frage: Und jetzt?

Glücklicherweise gibt es mittlerweile in vielen Kommunen entsprechende Hortangebote. Eine Garantie auf Betreuung am Nachmittag existiert aber leider noch immer nicht. Umso wichtiger ist es, dass die Union in ihrem Regierungsprogramm einen Rechtsanspruch auf Betreuung im Grundschulalter festgeschrieben hat. Nun muss es darum gehen, diese Forderung in einem künftigen Koalitionsvertrag zu verankern. Darüber hinaus ist dringend geraten, das Kooperationsverbot so abzuändern, dass der Bund mehr finanzielle Verantwortung in Bildungseinrichtungen übernehmen kann. Damit werden die Kommunen entlastet und die Flächendeckung sichergestellt.

In Hessen sind wir mit dem „Pakt für den Nachmittag“ schon einen Schritt weiter: Die teilnehmenden Grundschulen verfügen an fünf Tagen in der Woche von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr und erstmals auch in den Schulferien über ein verlässliches und freiwilliges Bildungs- und Betreuungsangebot. Bereits bestehende Angebote vor Ort können integriert werden. Die  Entscheidung darüber, ob ihre Kinder am „Pakt für den Nachmittag“ teilnehmen oder nicht, liegt dabei weiterhin in den Händen der Eltern.

Der „Pakt für den Nachmittag“ wird hoffentlich auch bald im Main-Kinzig-Kreis umgesetzt. Ich freue mich, dass der Kreistag nach längerer Debatte auf Antrag der CDU als ersten Schritt eine Bedarfsermittlung in den Kommunen in Auftrag gegeben hat. Jetzt geht es darum, sich sowohl im Kreis, als auch in den Kommunen und in den Schulkonferenzen engagiert auf den Weg zu machen und individuelle Lösungen zu finden, statt Probleme zu beschreiben.

 

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