Hilfe für die Opfer von sexueller Gewalt

katjaleikert —  1. Dezember 2017 — Hinterlasse einen Kommentar

2017-12-01 PM Lawine

Allein in Hessen wurden im vergangenen Jahr rund 800 Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen angezeigt. Die Dunkelziffer aber liegt um ein Vielfaches höher. „Die Mitarbeiterinnen der Hanauer ,Lawine‘ leisten wertvolle Arbeit im Bereich Beratung, Therapie und Prävention bei sexueller Gewalt. Mädchen und Jungen lernen so bereits im Kindergarten- und Grundschulalter Grenzen zu setzen und auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen, wenn Erwachsene ihnen in unangemessener Art und Weise zu nahe kommen“, sagt Dr. Katja Leikert.Die Hanauer Bundestagsabgeordnete unterstützt die Arbeit der „Lawine“ bereits seit einigen Jahren. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Frauen Union (FU) Main-Kinzig traf sich Leikert, die auch Kreisvorsitzende der FU ist,  mit den  Mitarbeiterinnen der Beratungseinrichtung, Roberta Bandel und Nadine Chaudhuri-Diabate, sowie mit Mitgliedsfrau Edith Wolf zu einem Gedankenaustausch.

Seit über einem Vierteljahrhundert ist es das erklärte Ziel der „Lawine“, das Thema sexuellen Missbrauch aus der Tabuzone herauszuholen. Neben Kindern und Jugendlichen richtet sich das Beratungsangebot des Vereins auch an erwachsene Frauen. „Zu uns kommen viele Frauen, die teilweise vor vielen Jahren sexuelle Gewalt erlitten haben und danach dennoch versucht haben, ein normales Leben zu führen. Irgendwann werden sie aber von der Vergangenheit eingeholt und suchen Hilfe“, berichtete Nadine Chaudhuri-Diabate. In insgesamt 200 Fällen wurde das Beratungsangebot der „Lawine“ im Jahr 2016 in Anspruch genommen. Hinzu kommen zahlreiche Fortbildungen für Pädagogen und Präventionsangebote in Kindergärten und Schulen.

Kommt es zu einer Anzeige aufgrund sexueller Gewalterfahrung, verweisen andere Einrichtungen oft an die „Lawine“, da die Beratungsstelle die Betroffenen bei juristischen Schritten unterstützt und begleitet. In enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, Familienhilfevereinen, anderen Beratungsstellen, Psychiatrie, Anwälten und Ärzten wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht.

Die Arbeit der „Lawine“ finanziert sich zum Teil aus Spenden sowie aus Zuschüssen der Stadt Hanau und der Stadt Maintal sowie aus Mitteln des Main-Kinzig-Kreises. Ein Großteil der Einnahmen beruht allerdings auf Eigenleistungen, so z.B. aus den Einnahmen der Präventionskurse und Fortbildungen.

„Als Politikerin, aber auch als Mutter, kann ich mir keine wertvollere Arbeit vorstellen. Jeder Cent ist hier seitens der Politik gut angelegt, das müssen wir uns auch in Zeiten von Schutzschirm und Spardiktat immer wieder vor Augen halten. Denn die vorderste Aufgabe des Staates ist es schließlich, seine Bürger zu schützen. Das gilt in besonderer Weise für die wehrlosesten unter ihnen – unsere Kinder“, betonte Katja Leikert.

Ihr Dank galt Roberta Bandel, Nadine Chaudhuri-Diabate und Edith Wolf für das offene Gespräch. Leikert: „Die Frauen Union Main-Kinzig und ich ganz persönlich haben immer ein offenes Ohr für die Anliegen der ,Lawine‘.“

 

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