Dialog mit dem Kreisbauernverband

2017-12-28 PM Kreisbauernverband

„Miteinander, statt übereinander reden“ – dieses Ziel hat sich Mark Trageser, neu gewählter Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Main-Kinzig, gesetzt. Den Anfang machte jetzt ein Gespräch mit der Hanauer Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert. Und zu besprechen gab es viel, angefangen von der aktuellen Debatte um den Einsatz von Glyphosat, über EU-Vorschriften aus Brüssel bis hin zu den Themen Nachhaltigkeit und Tierwohl.Der Kreisbauernverband vertritt die Interessen von rund 700 aktiven Betrieben zwischen Sinntal und Niederdorfelden. Während im Osten des Kreises die Viehzucht überwiegt, profitieren die Landwirte im Westen von den guten Böden der Wetterau. All diese – teilweise divergierenden – Interessen der Bauern unter einen Hut zu bekommen, ist ab sofort die Aufgabe von Mark Trageser, der mit seiner Familie einen Betrieb von mittlerer Größe mit rund 100 Kühen und 250 Hektar in Waldrode betreibt.

Trageser machte deutlich, dass den Landwirten durch die Ausweisung neuer Baugebiete, in weitaus stärkerem Ausmaß aber durch Kompensationsmaßnahmen, z.B. in Folge des Baus von Windkraftanlagen, Böden und damit die Lebensgrundlage ein stückweit entzogen werde. Gleichzeitig entstünden durch die Möglichkeiten der Direktvermarktung neue Geschäftsfelder, die es klug zu nutzen gelte.

Katja Leikert hob hervor, dass ihr die Themen Nachhaltigkeit und Tierwohl besonders am Herzen liegen. „Qualität hat ihren Preis. Und wer die furchtbaren Bilder von geschredderten Küken nicht mehr hinnehmen will, der kann sich eben nicht gleichzeitig darüber aufregen, dass die Eier im Supermarkt ein paar Cent mehr kosten.“

Wichtig sei, die regionale Identität zu stärken. Die Eröffnung des „MKK-Lädchens“ im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen, in dem rund 20 regionale Anbieter ihre Produkte anbieten, sei dafür ein erster Schritt; die Kooperation von Kreis, Spessart Regional und Kreisbauernverband vorbildlich.

Beim Thema Landwirtschaft ist man schnell bei ideologischen Grabenkämpfen. Dabei kommt man nur im Gespräch zu guten Lösungen, waren sich Trageser und Leikert einig. Für die Bundestagsabgeordnete ist es besonders wichtig, dass kleine und mittlere Höfe eine gute Perspektive haben.

Leikert und Trageser vereinbarten, auch künftig miteinander in Kontakt zu bleiben. Dem Wunsch Tragesers, bei politischen Entscheidungen rund um das Thema Landwirtschaft in Berlin gehört zu werden, will Leikert gerne nachkommen.

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