Normalität als Therapie

2018-01-08 PM BeneVit Erlensee

Dass Seniorenheime alles andere als steril und unpersönlich sein müssen, stellt im Wahlkreis der Hanauer Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert u.a. das BeneVit Haus Rosengarten in Erlensee unter Beweis. „Normalität als Therapie“ – unter diesem Motto fasst Kaspar Pfister, Geschäftsführender Gesellschafter der BeneVit Gruppe, das Hausgemeinschaftskonzept seiner Pflegeinrichtungen, bundesweit 30 an der Zahl,  zusammen. 

Unternehmer Kaspar Pfister, Finanzchef Tizian Pfister, Leiterin Barbara Geier und Pflegedienstleiterin Jessica Mangold stellten Katja Leikert ausführlich das Konzept des Seniorenheims vor, das auf eigenständige Wohngemeinschaften setzt und den Bewohnern einen möglichst gewohnten Alltag bieten will. Wo in anderen Häusern das Essen in einer Zentralküche vorbereitet und anschließend serviert wird, werden die Bewohner im Haus Rosengarten aktiv in die Zubereitung der Speisen miteinbezogen. Da werden das Kartoffelschneiden zur Ergotherapie und das Backen von Frankfurter Kranz ohne Rezeptbuch zum Gedächtnistraining. Gegessen wird in der gemeinsamen Wohnküche. Auch der Abwasch oder kleinere Aufgaben im Haushalt werden – je nach persönlicher Leistungsfähigkeit – gemeinschaftlich erledigt. Präsenzkräfte, Hauswirtschafts- oder Pflegepersonal,  stehen den Seniorinnen und Senioren zur Seite.

„In dem Moment, in dem ich Anreize setze, beispielsweise den verlockenden Duft von frisch gebackenem Kuchen aus der Wohnküche, kommen teilweise längst verloren geglaubte Ressourcen zum Vorschein“, berichtete Kaspar Pfister. Der Grad der so genannten „Remobilisierung“ sei teilweise beeindruckend.

Der gelernte Diplom-Verwaltungswirt setzt in seinen Häusern darüber hinaus auf eine enge Verzahnung mit der jeweiligen Kommune. Ganz wichtig ist für ihn der Standort. „Ich würde nie eine Einrichtung in einem Gewerbegebiet bauen.“ Stattdessen sollen die Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin auf gewohnte Strukturen, wie den Metzger, Bäcker oder Friseur vor Ort, zurückgreifen können. Und Pfister legt Wert auf Transparenz: Via App können Angehörige jeweils tagesaktuell auf die Pflegeberichte zugreifen und sind dadurch immer auf dem Laufenden.

Je individueller die stationären Pflegeangebote auf die Bewohner zugeschnitten würden, desto besser würden die Konzepte angenommen, ist er überzeugt. In einem Modellprojekt in Baden-Württemberg können Bewohner und Angehörige beispielsweise selbst entscheiden, welche Leistungen sie „einkaufen“ oder in Form eines frei wählbaren Pflegdienstes dazu buchen möchten, und welche Aufgaben, z.B. das Wäsche waschen, sie selbst übernehmen. Ziel sei eine qualitativ gute und finanzierbare Pflegeleistung, die den Bedürfnissen der Bewohner gerecht werde und die Angehörigen, die im Bereich der häuslichen Pflege oft an ihre Grenzen kommen, entlaste. Ob das Modellprojekt Schule machen werde, wird sich nach der Auswertung im kommenden Jahr zeigen.

„Das Beispiel Erlensee beweist: Der Umzug in ein Pflegeheim muss nicht mit dem Verlust von Lebensqualität einhergehen“, fasste Katja Leikert, die von der Erlenseer CDU-Vorsitzenden Birgit Behr begleitet wurde, ihre Eindrücke zusammen. Das Thema Pflege müsse in der neuen Wahlperiode auf der politischen Agenda ganz oben stehen. Nach der Verabschiedung der drei Pflegestärkungsgesetze, die viele positive Neuerungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige mit sich bringen, müssten nun eine bessere Personalausstattung sowie gute Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte in den Fokus rücken.

 

 

 

 

 

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