Resignation Fehlanzeige – Katholiken verbreiten Aufbruchstimmung

Rund 52.500 Gläubige zählt das katholische Dekanat Hanau im Bistum Fulda. Als Dechant koordiniert Andreas Weber, Pfarrer in der katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth in Hanau-Kesselstadt, die Zusammenarbeit der 17 Pfarreien im Dekanat und ist sowohl Ansprechpartner für die Pfarreien vor Ort, als auch für den Bischof und die Bistumsleitung in Fulda. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert und Max Schad, CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis 40, nutzten jetzt die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit Pfarrer Weber.

Im Mittelpunkt standen dabei die Herausforderungen, denen sich die katholische Kirche angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen stellen muss. Im Jahr 2030 soll das Bistum Fulda aus 45 Pfarreien bestehen; diese Zahl entspricht in etwa den bisherigen Pastoralverbünden. Der genaue Zuschnitt sei nicht vorgegeben, sondern soll gemeinsam vom Bistum und den Beteiligten vor Ort entwickelt werden, wie Weber erläuterte. Die Leitung der Pfarrei verbleibt auch künftig beim Pfarrer; ein verbindliches Organisationskonzept regelt die Mitarbeit der pfarrlichen Gremien, des hauptamtlichen pastoralen Personals sowie der Ehrenamtlichen. Bis 2022 soll darüber hinaus jede neustrukturierte Pfarrei eine hauptamtliche Verwaltungsleitung bekommen, um den Pfarrer und die pastoralen Mitarbeiter von Verwaltungs- und Geschäftsführeraufgaben zu entlasten.

Wer nun erwarte, dass angesichts dieser großen Veränderungen Resignation an der „Basis“ herrsche, der täusche sich, betonte Dechant Weber. Unter dem Motto „Zusammen wachsen“ stelle man sich mit großer Zuversicht den Herausforderungen und sei bereit, dabei auch neue Wege zu gehen. „Man muss eine gute Botschaft haben und muss sie auch leben“, sagt Weber und weiter: „Keinesfalls darf man sich von Prognosen oder Umfragen abhängig machen.“ Eine Aussage, die sich mühelos auch auf die Politik übertragen lässt, befanden Katja Leikert und Max Schad.

Leikert hob das große soziale und gesellschaftliche Engagement der Kirchen lobend hervor, insbesondere im Bereich der Kindertagesstätten, aber auch im Bereich Integration. Dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern soll, daran ließ Andreas Weber keinen Zweifel. Gerade in einem verhältnismäßig „jungen“ Dekanat wie dem Hanauer spiele die Kinder- und Jugendarbeit und damit die Nachwuchsförderung eine besonders große Rolle. Ebenso wie mit den Vertretern der evangelischen Kirche will Katja Leikert auch mit den katholischen Kollegen in engem Kontakt bleiben. Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Ökumene sei dabei ein wichtiger Baustein.

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