Hanauer Hauptbahnhof verändert sein Gesicht

Der Hanauer Hauptbahnhof wird sein Gesicht verändern – allerdings unterteilt in unterschiedliche Projektabschnitte und Stück für Stück. Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert informierten Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Hessen, und Belgin Baser, Teilprojektleiterin u.a. für den geplanten Bau der Nordmainischen S-Bahn, über die unterschiedlichen Bauvorhaben. Mit dabei waren auch Landtagsabgeordneter Heiko Kasseckert, Isabelle Hemsley, Fraktionsvorsitzende der CDU Hanau, Joachim Stamm, Vorsitzender der CDU Hanau, und Max Schad, Landtagskandidat im Nachbarwahlkreis 40, aus dem viele Pendler ebenfalls Tag für Tag den Hanauer Bahnhof ansteuern.

 Am schnellsten sichtbar werden die Neuerungen an der Südseite des Bahnhofs, dort wo die Regionalzüge in Richtung Aschaffenburg verkehren. Wie Vornhusen erläuterte, werden in diesem Bereich die Bahnsteige erhöht und mit Aufzügen versehen, um Barrierefreiheit herzustellen; zudem wird die gesamte Unterführung, die derzeit alles andere als ein einladendes Bild abgibt, neugestaltet. Auch das alte Stellwerk, in dem sich derzeit Technik aus vielen Jahrzehnten Eisenbahngeschichte befindet, wird durch ein modernes elektronisches Stellwerk (ESTW) ersetzt. Leikert forderte, bei der Planung nicht nur nach praktischen Gesichtspunkten zu entscheiden, sondern auch das Erscheinungsbild des Bahnhofs als Visitenkarten der (Bald-) Großstadt Hanau im Blick zu behalten.
Einen langen Atem brauchen Pendler weiterhin was das Thema Nordmainische S-Bahn angeht. Der Umbau der Gleise im nördlichen Teil des Bahnhofs im Zuge des Aus-/Neubaus der Bahnstrecke Hanau – Fulda/Würzburg hängt unmittelbar mit den Bauarbeiten der Nordmainischen S-Bahn zusammen. Die genauen zeitlichen Abläufe für die Bahnsteigumbauten sind zwischen den beiden Großprojekten noch in der Abstimmung. Während der gesamten Bauphase sollen dort gemäß des jeweils gültigen Fahrplans weiterhin sowohl S-Bahnen als auch Regional- wie auch Fernverkehrszüge halten; andererseits sollen gemäß den betrieblichen Vorgaben die Bahnsteigarbeiten kundenverträglich umgesetzt werden. Das Planfest-stellungsverfahren wird weiter von der DB vorangetrieben, um Baurecht herzustellen.
Leikert und Kasseckert wiesen die Bahn-Vertreter noch einmal eindringlich darauf hin, welch große Bedeutung der Bau für die Attraktivität der Stadt Hanau, aber auch der gesamten Region habe. Leikert, die sich auf Bundesebene bereits erfolgreich für eine Aufnahme des Projekts in den Bundesverkehrswegeplan eingesetzt hatte, will sich gemeinsam mit ihrem Landtagskollegen in Wiesbaden und Berlin weiterhin vehement für eine Realisierung des Vorhabens engagieren; als ersten Schritt planen beide ein erneutes Gespräch mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Damit Projekte künftig schneller umgesetzt werden können, sei das im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vorgesehene neue Planungs- und Bau-beschleunigungsgesetz ein wichtiges Puzzleteil. Dies sei, so Kasseckert, auch ein Ziel im Wahlprogramm der CDU Hessen für die Landtagswahl.

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