Bericht aus Berlin vom 9. Juni 2018

Alle Wege führen nach Frankfurt – ganz so extrem ist es nicht, dennoch ist eine optimale verkehrstechnische Anbindung an die Rhein-Main-Metropole für eine Pendlerregion wie den Main-Kinzig-Kreis überlebenswichtig. Die zwei bedeutendsten Projekte in meinem Wahlkreis sind der Bau der Nordmainischen S-Bahn sowie der geplante Riederwaldtunnel und damit der Lückenschluss zwischen der A66 und der A661 (Ostumgehung Frankfurt).

Bei der Nordmainischen S-Bahn, die Hanau, Maintal und Frankfurt in den Hauptver-kehrszeiten im 15-Minuten-Takt miteinander verbinden soll, brauchen die Pendler noch einen langen Atem. Insbesondere in Hanau sind noch einige Fragen offen. So hängt der Umbau der Gleise im nördlichen Teil des Bahnhofs im Zuge des Aus-/Neubaus der Bahnstrecke Hanau – Würzburg/Fulda unmittelbar mit den Arbeiten zur Nordmainischen S-Bahn zusammen. Die beiden Großvorhaben können nicht zeitgleich erfolgen, da während der gesamten Bauphase sowohl S-Bahnen, als auch Regional- und Fernverkehrszüge weiterhin in der Brüder-Grimm-Stadt halten sollen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Nordmainische S-Bahn im „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans zu verankern. Um Baurecht schaffen zu können, haben alle Beteiligten aber noch Hausaufgaben vor sich. Ich bleibe am Ball.

Weiter vorangeschritten sind die Planungen rund um den Riederwaldtunnel. Für die Bauzeit sind knapp acht Jahre avisiert; läuft alles nach Plan, sprich, es gibt keine weiteren Klagen, sollen die Arbeiten zum Jahresende 2027 abgeschlossen sein. Die Großbaustelle mitten in der Stadt bringt viele Herausforderungen mit sich, angefangen von der Verkehrsführung in der Bauzeit, über Fragen des Natur- und Umweltschutzes bis hin zum Thema Lärmschutz. Mit der neuen Trasse ist die Hoffnung verbunden, dass sich eine Vielzahl von Verkehrsproblemen entspannt, so ist mit Entlastungseffekten u.a. auch im Bereich der Hanauer Landstraße oder der Landesstraße zwischen Maintal-Dörnigheim und Bad Vilbel zu rechnen.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass wir die bisherigen Planungsverfahren bei Großprojekten zumindest kritisch hinterfragen müssen. Die oft ausufernden juristischen Auseinandersetzungen nehmen zu viel Zeit in Anspruch – zu Lasten der Menschen und der Zukunftsfähigkeit einer gesamten Region. Das im Koalitionsvertrag auf Bundesebene vereinbarte Beschleunigungsgesetz ist daher dringend notwendig.

 

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