Weniger Arbeitslose, ausreichend Lehrstellen und neue Beratungsangebote

Regelmäßig tauscht sich die Hanauer CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert mit der Geschäftsführung der Hanauer Agentur für Arbeit aus. Neben einer kurzen Stippvisite beim zeitgleich stattfindenden „Girls’Day“ stand auch dieses Mal die Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes im Mittelpunkt der Zusammenkunft.

Vorsitzende Heike Hengster und Geschäftsführer Harald Sattler hatten erfreuliche Nachrichten im Gepäck: Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 4,2 Prozent, zum Vorjahreszeitpunkt waren es noch 4,6 Prozent. Ebenfalls positiv: Fast alle Jugendlichen, die nach einer Lehrstelle suchen, werden in der Region auch fündig. Und: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt. Besonders gefragt seien qualifizierte Fachkräfte, berichtete Heike Hengster. Reine Hilfsberufe seien hingegen immer weniger gesucht.

Dem Thema Qualifizierung und Weiterbildung wird auch aus diesem Grund ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt. Um bei der Suche nach der passenden Lehr- oder Ausbildungsstelle noch besser helfen zu können, setzt das Team der Agentur für Arbeit neu ab dem kommenden Schuljahr auf die so genannte lebensbegleitende Berufsberatung. Die Erstansprache erfolgt dabei proaktiv von Seiten der Arbeitsagentur bereits zwei Jahre vor dem Schulabschluss bzw. im Laufe des Berufslebens bei Bedarf, beispielsweise beim Neu- oder Wiedereinstieg oder wenn der digitale Wandel eine Umorientierung erfordert. Auch Studierende, z.B in Fächern mit hoher Abbruchquote und Berufsfeldern mit Fachkräftemangel sowie in Studiengängen mit nicht klar definiertem Berufsfeld erhalten besondere Unterstützung.

Katja Leikert zeigte sich über die gute Entwicklung in der Region erfreut, wenngleich einige Negativnachrichten aus den vergangenen Monaten das Gesamtbild trüben. Aktuell genannt sei hier der geplante Personalabbau bei Goodyear Dunlop in Hanau und Fulda, der auch die Lokalpolitik bereits auf den Plan gerufen hat: So ist mit den Stimmen der CDU-Kreistagsfraktion der hauptamtliche Kreisausschuss beauftragt worden, das Gespräch mit der Geschäftsleitung zu suchen. Ziel soll sein, dass die Unternehmensleitung gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaft einen Sozialplan erarbeitet, der sowohl ein für die Belegschaft sozialverträgliches als auch ein zukunftsfestes Ergebnis für beide Standorte sicherstellt.

Eine Reihe von Anregungen aus ihrem Gespräch mit Heike Hengster und Harald Sattler will Leikert mit in die politische Diskussion nach Berlin nehmen, so zum Beispiel den Vorschlag zur Einführung eines Eingliederungszuschusses für Auszubildende zum Ausgleich einer Minderleistung. Nach Meinung der Arbeitsmarktexperten könnte ein solcher Schritt dazu beitragen, auch leistungsschwächere Jugendliche auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und diesen neue Chancen zu eröffnen.

 

 

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