Lange vor Greta und Fridays For Future: Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben

Fair gehandelte Produkte haben hierzulande Konjunktur –  als Beweis reicht dafür schon ein Blick ins Supermarktregal. Doch ist fair gehandelt immer gleich fair gehandelt? Und was steckt wirklich hinter den zahlreichen Siegeln, mit denen der Handel für seine Produkte wirbt? Darüber, sowie über viele andere Themen, sprach die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert bei einem Besuch im Hanauer Weltladen mit Dagmar Werth und Ingo Jacobsen.

Die Weltläden sind quasi die „Wiege“ der Fairtrade-Bewegung. Lange vor Greta Thunberg und den Fridays for Future-Protesten stand das Thema Nachhaltigkeit hier bereits ganz oben auf der Agenda. Heutzutage haben die Weltläden wachsende Konkurrenz bekommen; selbst in Discountern finden sich mittlerweile Fairtrade-Produkte. Anders als im „normalen“ Handel sind die Weltläden jedoch Non-Profit-Unternehmen, das heißt, etwaige Gewinne fließen in vollem Umfang in den fairen Handel zurück.

Anlass für den Besuch von Katja Leikert war die „Faire Woche“, die auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungshilfeminister Dr. Gerd Müller steht, und die den fairen Handel noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken soll. Müller selbst setzt sich vehement für mehr Transparenz für die Verbraucher ein; erst kürzlich ging das neue Textil-Siegel „Grüner Knopf“ an den Start, das als erstes staatliches Siegel fair und ökologisch produzierte Kleidung sichtbar machen soll.

Seit elf Jahren gibt es den Weltladen in der Hanauer Innenstadt. Viele Stammkunden schauen regelmäßig vorbei, die Laufkundschaft sei etwas weniger geworden, seitdem rund um den Marktplatz Bauarbeiten im Gange sind, berichteten Dagmar Werth und Ingo Jacobsen. Insgesamt rund 20 Mitarbeiter zählt das Team der ehrenamtlichen Helfer, die den Laden am Laufen halten. Neue Mitstreiter sind immer gern gesehen; vor allen Dingen für den Bereich Social Media würde sich das Team über ehrenamtliche Unterstützung freuen.

Ausführlich tauschten sich Dagmar Werth und Ingo Jacobsen mit Katja Leikert über den fairen Handel aus und gingen dabei auch der Frage nach, wie jeder einzelne Verbraucher mit seinem individuellen Konsumverhalten Einfluss auf den Handel, aber auch auf die Politik nehmen kann.

Katja Leikert zeigte sich vom großen Engagement der ehrenamtlichen Weltladen-Mitarbeiter beeindruckt: „Man spürt, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz für Sie keine Trendthemen, sondern ein echtes Herzensanliegen sind. Wo ich Ihre Arbeit unterstützen kann, werde ich das gerne tun“, betonte die CDU-Politikerin, die es ausdrücklich begrüßt, dass sich mittlerweile auch  die Stadt Hanau auf den Weg zur Fair-Trade-Stadt gemacht hat. In der dafür zuständigen Lenkungsgruppe ist selbstverständlich auch das Weltladen-Team mit seiner Expertise vertreten.

 

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