Gemeinsames Ziel: Jedes Kind muss schwimmen lernen 

Bürgerschaftliches Engagement wird bei den Wassersportfreunden Großkrotzenburg groß geschrieben: Um das kommunale Hallenbad vor der endgültigen Schließung zu retten, fanden sich im Jahr 2002 wassersportbegeisterte Bürgerinnen und Bürger zu einem Verein zusammen und betreiben die Schwimmhalle seitdem in Eigenregie. Bei einem Vor-Ort-Termin berichteten der neue Vereinsvorsitzende Friedhelm Engel, sein Vorgänger Herbert Kerkemeier, Michael Scragg, Präsident des Hessischen Schwimmverbandes und selbst Mitglied des Vereins, sowie der stellvertretende Vorsitzende Klaus Ostheimer der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert, wie die Wassersportfreunde bislang durch die Pandemie gekommen sind und warum es dringend mehr Schwimmlehrer braucht. Neben Leikert waren auch der CDU-Fraktionsvorsitzende, Landtagsabgeordneter Max Schad, sowie die Vorsitzende und Bürgermeisterkandidatin der CDU Großkrotzenburg, Theresa Neumann, bei dem Gespräch dabei.

Der Verein zählt aktuell rund 20 bis 25 aktive Mitglieder, von denen viele im laufenden Betrieb mithelfen. Angestellte Mitarbeiter gibt es nicht; alles wird ehrenamtlich erledigt. Vereine, Gruppe und Schulen können sich feste Zeiten im Hallenbad für eine Gebühr von 40 Euro pro Stunde buchen. Für die Öffentlichkeit ist das Bad sonntags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Sehr eng ist die Zusammenarbeit mit dem Kreuzburg-Gymnasium; die Schwimmhalle wird gern und regelmäßig von den Schülerinnen und Schülern genutzt. Besonderen Wert legt der Verein auf das Thema Energieeffizienz: Das Dach des Hallenbades wurde mit einer Photovoltaikanlage bestückt; im Inneren wurde u.a. in eine bessere Dämmung investiert.

Die Auswirkungen der Pandemie waren auch bei den Wassersportfreunden zu spüren; dennoch habe man die Krise – auch mit Unterstützung seitens des Landes Hessen – recht gut gemeistert. Auch während der Corona-Hochphase war das Bad geöffnet; rund ein Viertel der berechtigten Leistungssportler aus ganz Hessen hat in dieser Zeit im Großkrotzenburger Bad weiterhin seine Bahnen gezogen. Auch für den Behindertensport wurde das Becken weiter genutzt.

Ein Thema, das die Verantwortlichen besonders umtreibt, ist die Tatsache, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen. Neben dem Umstand, dass immer mehr kommunale Schwimmhallen aus Kostengründen geschlossen werden, trägt dazu auch der Mangel an qualifizierten Schwimmlehrern bei. Der Verein setzt sich daher für eine Traineroffensive ein. Sinnvoll sei auch eine Erhöhung der Übungsleiterpauschale, war man sich mit Katja Leikert einig.

„Es ist beeindruckend, was die Wassersportfreunde hier ehrenamtlich leisten. Das Hallenbad ist ein klares Plus für den Standort Großkrotzenburg, von dem Vereine, Schulen und Familien profitieren“, betonte Leikert. Der Anspruch „Jedes Kind muss schwimmen lernen“ müsse  das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein. Aufgabe der Politik sei es, dafür die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen und dafür zu sorgen, entsprechende Angebote auch in der Fläche aufrechtzuerhalten.

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