„Hier muss niemand einsam sein“

„Hier muss niemand einsam sein“, fasst Vorsitzender Paul Wieczorek das Credo des Nachbarschaftshilfevereins „Südlichter“ aus Hanau zusammen. Die Anfänge des „Vereins zur Förderung und Stärkung der südlichen Innenstadt“ reichen bis ins Jahr 2007 zurück. Damals fand sich eine kleine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern im namensgebenden Stadtteilladen „Südlicht“ zusammen. Seit 2014 ist die Gruppe ein eingetragener Verein. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert nutzte jetzt gemeinsam mit Joachim Stamm und Helge Messner als Vertreter der CDU Hanau die Gelegenheit, um sich über die Arbeit des Vereins zu informieren, der in den vergangenen Jahren nicht nur Mitglieder, sondern vor allen Dingen die Herzen vieler Menschen in der Brüder-Grimm-Stadt gewonnen hat.

Immer freitags und samstags ist das Südlichter-Stadtteil-Café in der Gärtnerstraße geöffnet und wird von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern betrieben. Das barrierefreie Café ist zu einem Treffpunkt für die Menschen aus dem Stadtteil geworden. An den Wänden hängen im Wechsel die Werke von Nachwuchskünstlern, im Rahmen der „Open Stage“ können sich Musiker einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Kaffee und Kuchen werden zu günstigen Preisen verkauft, die sich jeder leisten kann. Darüber hinaus bietet der Verein Bastel-Kurse, Computer- und Handy-Hilfe, Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung sowie Kunst- und Musikworkshops an. Einige der Angebote wenden sich direkt an die Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenwohnheimen in der Umgebung.

Auch eigene Veranstaltungen werden regelmäßig auf die Beine gestellt. Ein großer Erfolg im vergangenen Jahr war „Music vs. Covid“; die Neuauflage ist für 25. Juni geplant. Auch ansonsten sorgen die aktiven Vereinsmitglieder auf vielfältige Art und Weise dafür, dass die Südstadt-Bewohner sich in ihrem Quartier wohlfühlen. Das reicht von der Patenschaft für den Bücherschrank um die Ecke bis hin zu gemeinsamen Müllsammelaktionen. „Ich bin hier aufgewachsen. Leider war das Gemeinschaftsgefühl im Laufe der Jahre etwas verloren gegangen; auch, weil viele Menschen den Stadtteil verlassen haben und neue Bewohnerinnen und Bewohner dazu gekommen sind. Mittlerweile ist hier aber wieder ein richtig schönes Miteinander entstanden“, berichtet Paul Wieczorek.

Katja Leikert zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Ehrenamtlichen. „Man spürt, dass hier eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht, die Sie und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit viel Herzblut geschaffen haben. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz, der diesen Ort zu etwas ganz Besonderem macht. Ich hoffe, dass Ihr Beispiel viele Nachahmer finden wird“, so die Bundestagsabgeordnete.

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