Hohe Preise und Ukraine-Krieg lassen Nachfrage nach dem Angebot der Tafel steigen

Gerade erst hatte die Hanauer Tafel mit vereinten Kräften und zahlreichen Unterstützern die Auswirkungen der Corona-Pandemie gemeistert, da haben der Krieg in der Ukraine und steigende Preise das Team um die Tafel-Leiterinnen Annette Geier-Neugebauer und Gordana Herzberger-Kapetanic erneut vor Herausforderungen gestellt. Bei einem Besuch informierte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert über die aktuelle Situation. Begleitet wurde sie von Isabelle Hemsley, Fraktionsvorsitzende der CDU Hanau, und Jan Leon Bisceglia, ebenfalls Mitglied der CDU Hanau.

Seit 1999 gibt es die Tafel in der Brüder-Grimm-Stadt, die unter dem Dach der Stiftung „Lichtblick“ der evangelischen Marienkirchengemeinde Hanau angesiedelt ist. Dreimal in der Woche werden Lebensmittel, die ansonsten vernichtet würden, gegen ein geringes Entgelt an registrierte Tafel-Kunden verteilt. Wie Annette Geier-Neugebauer im Gespräch mit Katja Leikert berichtete, habe die Nachfrage in den vergangenen Monaten zugenommen – nicht nur aufgrund von Flüchtlingen aus der Ukraine, die das Angebot der Tafel zum Teil nutzen, sondern auch allgemein auf Grund der gestiegenen Preise. Aktuell versorgt die Hanauer Tafel rund 2500 Kunden; 30 Personen befinden sich auf der Warteliste.

Um den Betrieb am Laufen zu halten, ist die Tafel auf Lebensmittel-Spenden angewiesen. Die großen Supermärkte und Discounter der Region, aber auch Bäckereien, Metzgereien und Bauernhöfe werden regelmäßig angefahren und zählen seit vielen Jahren zu den Unterstützern der Einrichtung. „Was wir momentan am dringendsten benötigen, sind haltbare Lebensmittel“, sagt Annette Geier-Neugebauer – auch bereits mit Blick auf den Winter, der voraussichtlich weitere Einschränkungen mit sich bringen wird. Finanzielle Zuwendungen werden in den laufenden Betrieb der Tafel investiert. Strom, Benzin, Reparaturkosten, all das muss bezahlt werden.

Wie Annette Geier-Neugebauer berichtete, unterstützen auch viele Privatleute die Tafel. „Manchmal kommen die Leute hier einfach vorbei und geben tütenweise Einkäufe ab. Wir sind also nicht vergessen“, freut sie sich. Momentan werden dank einer Spende zudem Schulranzen an künftige Abc-Schützen verteilt.

28 Ehrenamtliche sind bei der Hanauer Tafel im Einsatz; hinzu kommen 20 Helfer, die über das Kommunalen Center für Arbeit (KCA) geschickt werden. Neue Gesichter seien sehr gern gesehen. „Wer mindestens vier Stunden in der Woche ehrenamtlich mithelfen möchte, sei es bei der Lebensmittel-Ausgabe oder als Fahrer, ist herzlich willkommen“, betont Annette Geier-Neugebauer.

Katja Leikert bedankte sich für die Einblicke in die Arbeit des Tafel-Teams. „Gerade in Zeiten wie diesen leisten sie enorm wichtige Arbeit und helfen Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Dafür herzlichen Dank.“

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