Sollten russische Sportler bei Wettkämpfen in Deutschland ein Visum bekommen?

Jeder russische Sportler, der sich öffentlich von Kriegstreiber Putin und dessen Regime distanziert, sollte an internationalen sportlichen Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Leider ist dies nur sehr selten der Fall, stattdessen sympathisieren viele mit dem Kurs des Kreml-Chefs. Darum gilt: Für eine Rückkehr russischer Athleten in den Weltsport gibt es keinen Anlass, da sich an der Situation seit Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine nichts geändert, geschweige denn verbessert hat.

Die Pläne des Internationalen Olympischen Komitees, russische Sportlerinnen und Sportler unter bestimmten Bedingungen, wie etwa keine Verbindungen zu Militär und Sicherheitsorganisationen, zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris zuzulassen, sind das falsche Signal. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Mitglieder des Sportausschusses von CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP das IOC darum aufgefordert, am Ausschluss russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten unvermindert festzuhalten.

Insbesondere den ukrainischen Sportlerinnen und Sportlern ist es nicht zuzumuten, sich im sportlichen Wettkampf, in dem Werte wie Fairness und Respekt im Vordergrund stehen sollten, mit russischen Athletinnen und Athleten zu messen, während ihre Heimatstädte von russischen Truppen bombardiert werden.

Für Putin wäre die Teilnahme russischer Sportlerinnen und Sportler an Großereignissen wie den Olympischen Spielen eine willkommene Propagandabühne, die man ihm nicht bieten sollte.

(Diese Kolumne ist am 17. April im Hanauer Anzeiger erschienen)

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