Kolumne im Hanauer Anzeiger vom 4. Februar 2019

Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich sehr, Ihnen an dieser Stelle von nun an regelmäßig von meiner Arbeit als Bundestagsabgeordnete berichten zu dürfen. Gerne will ich Sie daran teilhaben lassen, welche Themen mich gerade besonders beschäftigen.

Am 26. Mai findet in Deutschland die Europawahl statt. Wir haben die Zukunft der EU selbst in der Hand. Noch nie haben die Menschen in Europa solange in Frieden und Freiheit zusammengelebt. Sie entscheiden mit, ob die EU auch kommenden Generationen Sicherheit und Wohlstand garantiert. Errungenschaften, die uns heute fast selbstverständlich erscheinen.

Doch wie schnell diese Ordnung ins Wanken geraten kann, zeigt uns der Brexit. Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist ein historischer Fehler, der das gemeinschaftliche Versagen der politischen Klasse, einer überhitzten Medienlandschaft sowie einer Gesellschaft, die den Lügen und Schmähungen einer gezielten Desinformationskampagne in Teilen auf den Leim gegangen ist, dokumentiert.

In Deutschland darf vergleichbares nicht passieren. Das dürfen wir unseren Kindern und künftigen Generationen nicht antun. Ja, die EU kann und muss an vielen Stellen besser werden. Daran arbeiten wir, aber das geht nur gemeinsam. Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei – auch wenn Trump, Putin oder die AfD als deutsche Brexit-Partei uns das Gegenteil vorgaukeln wollen. Ich bin überzeugt: Ein starkes Deutschland kann es nur in einem starken Europa geben.

Als Mitglied der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament werben CDU und CSU für den gemeinsamen Spitzenkandidaten Manfred Weber. Wir brauchen leidenschaftliche Europäer wie ihn. Leider sind aber in vielen EU-Staaten antieuropäische Kräfte auf dem Vormarsch. Umso wichtiger ist ein fairer Wahlkampf unter echten Demokraten.

Bericht aus Berlin vom 24. November 2018

Eine hervorragende Nachricht hat uns aus dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur erreicht: Verkehrsminister Andreas Scheuer hat eine Reihe von Bahnprojekten in den „Vordringlichen Bedarf“, also die Top-Kategorie des Bundesverkehrswegeplans 2030, heraufgestuft. Zu den Gewinnern zählt auch der so genannte Frankfurter Knoten, der verschiedene Bauprojekte umfasst – darunter die Nordmainische S-Bahn. Von Hanau nach Frankfurt in 15 Minuten, ohne Stau und ohne Frust in der Rush-Hour: Der Traum vieler Pendler aus der Region ist damit wieder ein Stückchen wahrscheinlicher geworden. „Bericht aus Berlin vom 24. November 2018“ weiterlesen

Bericht aus Berlin vom 13. Oktober 2018

Am 28. Oktober ist  Landtagswahl. Die CDU hat eine sehr gute Bilanz vorzuweisen. Hessen ist ein familien- und kinderfreundliches Land. Die Wirtschaft boomt. Beim Thema Innere Sicherheit nimmt Hessen einen Spitzenplatz ein. Wir investieren in Infrastruktur, Forschung, Wissenschaft und Digitalisierung. Für mich aber noch viel entscheidender: Wir Christdemokraten sind klar in unserer Haltung. „Über unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Menschenwürde kann man mit uns nicht verhandeln“, hat Ministerpräsident Volker Bouffier deutlich gemacht. „Bericht aus Berlin vom 13. Oktober 2018“ weiterlesen

Bericht aus Berlin vom 1. September 2018

Wer kümmert sich um uns, wenn wir einmal krank oder alt und gebrechlich sind? Wer ist für uns da, wenn Hilfe von außen buchstäblich überlebensnotwendig wird? Das Thema Pflege bleibt eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Viel ist in den vergangenen Jahren kritisiert und bemängelt worden, einiges hat sich bereits getan, beispielsweise durch die Verabschiedung der drei Pflegestärkungsgesetze. Jetzt geht die unionsgeführte Bundesregierung einen wichtigen Schritt weiter: Anfang August hat das Bundeskabinett den Entwurf des neuen Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes beschlossen; der Bundestag muss noch zustimmen. „Bericht aus Berlin vom 1. September 2018“ weiterlesen

Bericht aus Berlin vom 21. Juli 2018

Ein Masterplan, den zunächst niemand kannte, Krisengipfel in Brüssel, Koalitionskrach, Versöhnung nach kontroverser Debatte – nein, die vergangenen Wochen sind gewiss kein Beispiel für optimales Politikmanagement. Besonders der Umgang, das übereinander statt miteinander sprechen, darf sich nicht wiederholen. Dennoch: Der nun erzielte Kompromiss zwischen CDU/CSU und unserem Partner SPD zeigt, dass die Regierungskoalition stabil und handlungsfähig ist. Gemeinsam möchten wir die Migration ordnen, steuern und begrenzen und das in enger Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern. Das heißt: nicht einseitig, nicht unabgestimmt und nicht zu Lasten Dritter. „Bericht aus Berlin vom 21. Juli 2018“ weiterlesen

Bericht aus Berlin vom 9. Juni 2018

Alle Wege führen nach Frankfurt – ganz so extrem ist es nicht, dennoch ist eine optimale verkehrstechnische Anbindung an die Rhein-Main-Metropole für eine Pendlerregion wie den Main-Kinzig-Kreis überlebenswichtig. Die zwei bedeutendsten Projekte in meinem Wahlkreis sind der Bau der Nordmainischen S-Bahn sowie der geplante Riederwaldtunnel und damit der Lückenschluss zwischen der A66 und der A661 (Ostumgehung Frankfurt). „Bericht aus Berlin vom 9. Juni 2018“ weiterlesen

Bericht aus Berlin vom 17. März 2018

Die Zeit des politischen Stillstands ist vorbei – seit dieser Woche wird Deutschland endlich wieder nicht nur „geschäftsführend“, sondern offiziell von Angela Merkel und einer Koalition aus CDU, CSU und SPD regiert. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Freunde in Europa eine gute Nachricht.

Ende Januar wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion mit dem Schwerpunkt Europapolitik gewählt. In dieser Eigenschaft war ich zu Gast in Brüssel. Die Erleichterung unserer europäischen Partner darüber, dass in Deutschland endlich wieder stabile Verhältnisse herrschen, war deutlich spürbar. Denn auf die EU warten in den kommenden Jahren viele neue Herausforderungen.

Derzeit entsteht der so genannte „mehrjährige Finanzrahmen“, in dem die Investitionsschwerpunkte festgezurrt werden. Die Frage „Was ist uns Europa wert?“ ist aktueller denn je. Für die CDU ist klar: Europa bleibt Deutschlands Zukunft. Doch ein starkes, geeintes Europa ist keine Selbstverständlichkeit. Nach dem Brexit verliert Deutschland mit Großbritannien einen wichtigen Partner – und die EU einen Mitgliedsstaat, der einen erheblichen finanziellen Beitrag zum EU-Haushalt geleistet hat. Im Klartext heißt das, dass die Aufgaben künftig auf weniger Schultern neu verteilt werden müssen.

Auf uns warten darüber hinaus eine Reihe von Zukunftsaufgaben, bei denen ich eine europäische Lösung für notwendig erachte; angefangen bei der Digitalisierung, bis hin zur Außen- und Sicherheitspolitik. Um diesen Anforderungen gerecht werden können, gilt es neue Prioritäten zu setzen, zum Beispiel beim Grenzschutz, und an anderer Stelle Einsparungen vorzunehmen – so zum Beispiel wie von EU-Haushaltskommissar Oettinger vorgeschlagen im Agrarhaushalt und durch eine passgenauere Verteilung von Fördermitteln.

Dabei gibt es feste Regeln, an die alle Partner sich halten müssen. Werte wie Rechtsstaatlichkeit und wechselseitige Solidarität sind nicht verhandelbar. Das gilt auch im Hinblick auf eine Erweiterungsrunde auf dem Westbalkan. Wer die anspruchsvollen Kriterien erfüllt, der soll beitreten. Diese Länder gehören zu uns und wir werden ihnen auf dem Weg in die EU helfen, Schritt für Schritt. Die Menschen dort sehen ihre Zukunft in Europa.

 

Bericht aus Berlin vom 3. Februar 2018

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In der vergangenen Woche haben die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD begonnen. Ich hoffe sehr, dass es uns gelingen wird, eine stabile Regierung zu bilden. Die Bürger erwarten zu Recht, dass sich die demokratischen Parteien einigen. Dabei darf es nicht immer nur um den kleinesten gemeinsamen Nenner gehen, wenn wir unser Land fit für die Herausforderungen der Zukunft machen wollen. Denn die sind in einer globalisierten Welt, in der ein einzelner Tweet von US-Präsident Trump über die Größe seines Atomknopfes die Angst vor einem Militärschlag schüren kann, gewaltig. „Bericht aus Berlin vom 3. Februar 2018“ weiterlesen

Bericht aus Berlin vom 20. Dezember 2017

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Was ist Sicherheit? Da ist auf der einen Seite das ungute Gefühl, das einen beschleicht, wenn man abends alleine in einer Bahnhofsunterführung unterwegs ist, und plötzlich Schritte hinter sich hört. Da sind die Schlagzeilen in der Zeitung, die von Straftaten aller Art berichten, angefangen vom Ladendiebstahl bis hin zu Mord. Und da sind die reißerischen Meldungen in sozialen Netzwerken wie Facebook, deren Wahrheitsgehalt in vielen Fällen zumindest kritisch hinterfragt werden sollte. „Bericht aus Berlin vom 20. Dezember 2017“ weiterlesen