Archive für Gesundheitskarte

Seit vielen Jahren schon hat nahezu jeder gesetzlich Versicherte die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Regelmäßig zeigen wir sie beim Arzt vor, und der steckt sie in sein Lesegerät – ein rein verwaltungstechnischer Vorgang. Viel mehr gibt dieses Kärtchen noch nicht her. Dabei ist das Potential groß. Ich arbeite im Gesundheitsausschuss daran, dass der Nutzen der „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ auch beim Patienten ankommt. Weiterlesen…

Den ersten Bericht aus Berlin im Jahr 2015 widme ich der Gesundheitspolitik, die ich als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit mitgestalten darf. Aufgrund ihrer Komplexität finden hier viele politische Aktivitäten nur geringe öffentliche Beachtung. Dabei ist die Gesundheitspolitik einer der Bereiche, in der die Große Koalition bislang besonders aktiv gewesen ist.

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Fast alle gesetzlich versicherten haben sie: die elektronische Gesundheitskarte mit Namen und Bild. Wenn es nach dem Willen des Gesetzgebers ging, sollte die Karte eigentlich schon viel mehr können. Auch im Koalitionsvertrag haben wir deshalb festgehalten:

„Elektronische Kommunikations- und Informationstechnologien können die Leistungsfähigkeit in unserem Gesundheitswesen weiter verbessern. Dies gilt insbesondere für die Versichertenstammdaten, die Notfalldaten, die Kommunikation zwischen allen Leistungserbringern, Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit und Daten für ein verbessertes Einweisungs- und Entlassmanagement.“

Ich setze mich als zuständige Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dafür ein, dass es mit den beteiligten Partnern in der Selbstverwaltung möglichst schnell zu einem spürbaren Fortschritt bei der Telematik-Infrastruktur und der elektronischen Gesundheitskarte kommt. Das Bundesgesundheitsministerium hat dazu Infos zusammengetragen: http://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/elektronische-gesundheitskarte.html

2014-04-01, PM Dr. Katja Leikert - Gespräch Barmer GEK (Medium)Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert im Gespräch mit der Barmer GEK

Zu einem Gespräch kam die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert mit dem Landesgeschäftsführer der Barmer GEK Hessen, Norbert F. Sudhoff, dem Regionalgeschäftsführer Karl-Georg Wolff sowie der Politikreferentin Maria Ouzouni in Hanau zusammen. Aus erster Hand wollte sich Leikert über die Aktivitäten der Barmer GEK vor Ort informieren. Neben der ärztlichen Versorgung vor Ort standen insbesondere die Themen Organspende und Telematik im Vordergrund des Gesprächs. Für beide Themenbereiche ist Katja Leikert zuständig innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Viel Lob gab es von Leikert für die aktuelle Kampagne zur Organspende. Gemeinsam mit dem Patientenverband Lebertransplantierte Deutschland e.V. und weiteren Partnern wirbt die BARMER GEK Hessen intensiv für das Thema. Dabei stehen insbesondere die Information und die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Wie Sudhoff und Leikert unterstrichen, besitzen derzeit nur 25% der Bürgerinnen und Bürger einen Organspende Ausweis. „Jeder sollte sich frühzeitig mit diesem Thema befassen und eine eigene Entscheidung treffen. Nur wer einen Ausweis trägt, bestimmt für sich selbst und schützt seine Angehörigen davor, diese Entscheidung stellvertretend treffen zu müssen“, so Sudhoff und Leikert. Wichtig sei, so Leikert, dass die Entscheidung im Vordergrund der Kampagne stehe, denn niemand soll sich unter Druck gesetzt fühlen, Organe gegen seinen Willen zur Verfügung zu stellen. Gerade durch den Skandal in Göttingen sei viel Vertrauen in die Organspende verspielt worden. Die Leidtragenden dieses Skandals seien nun die rund 11.000 schwer kranken Personen in Deutschland, die auf ein Spenderorgan warten. Leikert und Sudhoff waren sich einig, dass es Ziel sein müsse,  den Negativtrend bei der Spendenbereitschaft zu durchbrechen und neues Vertrauen aufzubauen.

Elektronische Gesundheitskarte weiterentwickeln

„Durch zusätzliche Anwendungen kann eine Verbesserung des Nutzens der kürzlich ausgegebenen elektronischen Gesundheitskarten erfolgen. Gerade das Misstrauen vieler Akteure im Gesundheitssystem aber auch der Bürgerinnen und Bürgern müssen durch konsequenten Datenschutz auf höchstmöglichem Niveau und einen klar definierten Einsatzrahmen abgebaut werden.“, so Leikert. Auch Sudhoff betonte, dass seine Krankenkasse große Hoffnung in die Fortentwicklung der Karte im Sinne der Patienten setze. Leider gebe es nach wie vor viele Vorbehalte gegenüber der elektronischen Karte. Dazu müsse man allerdings noch viel Überzeugungsarbeit leisten. Leikert betonte, dass sie sich in Berlin für eine behutsame Fortentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte einsetzen will.